Dienstag, 22. Mai 2012

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Aktionsbündnis Witten zum Weltklimatag am 3.12.2011

saubere Alternativen
Mittwoch, den 16. November 2011

Gestern, am 15.11.2011, bildete sich anlässlich des bevorstehenden Weltklimatags ein Aktionsbündnis, das am 3.12.2011 von 11 bis 13 Uhr an der Bahnhofstraße/Ecke Nordstraße eine Protestkundgebung gegen die Klimazerstörung durchführen wird.

Der Einladung von AUF Witten am gestrigen Dienstag in den Ratskeller waren hauptsächlich Teilnehmer der Montagsdemo und der Antiatombewegung gefolgt. Es ist notwendig und vom bisherigen Teilnehmerkreis ausdrücklich erwünscht, dass eine größere gesellschaftliche Breite erreicht wird. Deshalb steht das Aktionsbündnis allen Interessenten offen und stellt jedem, außer Neonazis, bei der Kundgebung das offene Mikrofon gleichberechtigt zur Verfügung. Die einzige Beschränkung ist dem relativ kleinen Platz geschuldet, weshalb statt Infotischen nur Stehtische und kleine Klapptische für Infomaterial mitgebracht werden können.

Bei den beiden nächsten Montagsdemos am 21. und 28.11. ab 17 Uhr Bahnhofstraße/Ecke Nordstraße kann die Beteiligung an der Protestkundgebung abgesprochen werden, z.B. Redebeiträge, Grußworte oder Kulturbeiträge  – auch per Telefon bei Romeo Frey unter der Rufnummer 02302-81953.

Einig waren sich alle Teilnehmer in der herausragenden Bedeutung der Forderung nach der sofortigen Stilllegung aller Atomkraftwerke. Weder kann die Entsorgung des Atommülls gelöst werden noch ist die Kernenergie technisch beherrschbar.

Die Energieerzeugung aus fossilen Energieträgern ist dabei keine Alternative, weshalb das Ende der Atomkraft verbunden sein muss mit einer vollständigen Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Energiequellen. So könnten auch die CO2 Emissionen zurückgefahren werden. Einvernehmen herrschte beim Selbstverständnis, aus dem heraus gehandelt wird als Teil einer weltweiten Bewegung, die es aufzubauen und zu stärken gilt: Lokal Handeln, global denken!

Immer noch steht die Forderung an die Stadtwerke, restlos auf Atomstrom zu verzichten, vollständig auf regenerative Energiequellen umzustellen und einen tatsächlichen Ökostrom ohne Preisaufschlag anzubieten. Nicht Lippenbekenntnisse sind gefragt, sondern nachprüfbare und bedeutende Investitionen in erneuerbare Energien.

Weiter ist auch für Witten keineswegs klar, ob demnächst nicht doch sogenannte Frackingmethoden zur Erdgasgewinnung eingesetzt werden. Diese Hochrisiko-Technologie darf generell nicht zum Einsatz kommen, auch nicht probeweise.

Mit Kryorecycling zur sortenreinen Kunststoffrückgewinnung, mit integrierter Methanisierung und Kompostierung von Bioabfällen zusammen mit bereits vorhandenen Wertstoffrückgewinnungen kann eine umweltschonende umfassende Kreislaufwirtschaft verwirklicht und auf die Müllverbrennung völlig verzichtet werden. Dabei entstünden sogar neue Arbeitsplätze auch in Witten.

Ein kurzes Mobilisierungsflugblatt, das auch als Plakat verwendet werden kann, wird noch erstellt. Es soll folgende Hauptforderungen enthalten:

  • Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke weltweit, kein Neubau von Atomkraftwerken!

  • Für eine Wende zu 100 % erneuerbarer Energie und umfassender Kreislaufwirtschaft!