DEW erpresst 75 Prozent des Weihnachtsgeldes der Kollegen

Im Sommer diesen Jahres erpresste die Geschäftsleitung von Schmolz und Bickenbach (DEW) von den Kolleginnen und Kollegen 75% vom Weihnachtsgeld. Das sind rund 1500 Euro, die am Ende des Jahres fehlen.

Schon seit Monaten, werden Gerüchte gestreut, das Werk stehe auf der Kippe, wenn die Kollegen nicht verzichten.

Dazu schreibt der „Stahlkocher“, eine Kollegenzeitung bei DEW, die von Kollegen für Kollegen geschrieben wird (wir dokumentieren):

„Mit 2,7 Mrd. Euro Umsatz ist Schmobi einer der größten Spezial- und Edelstahlhersteller der Welt und hat eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Und da soll das Weihnachtsgeld das Zünglein sein um den Konzern zu retten?

Tatsächlich geht es Schmobi darum auf unsere Kosten die Probleme auf dem kapitalistischen Weltmarkt zu meistern, den Profit zu steigern und gegenüber der Konkurrenz weiter an Boden zu gewinnen.“ 

Und sie fordern die Kollegen auf, sich selbst für ihre Interessen einzusetzen und auch die Kritik an der IGM-Führung zu entwickeln, die dem Lohnabbau zustimmte. Kein Wort mehr darüber, dass das Weihnachtsgeld ein erkämpftes tarifliches Recht ist.

Wir finden das genau richtig, egal ob in den Betrieben oder in den Kommunen: immer sollen wir von der Logik ausgehen, dass es halt nicht anders geht, dass „gespart“ werden muss. So wird die Spirale der Verschlechterungen auf unsere Kosten ständig weiter gehen.

Dagegen müssen wir uns zusammenschließen und kämpfen. Treffend sagte ein Kollege bei DEW: „Wir haben keinen Grund zu resignieren und den Kopf in den Sand zu stecken. Nur gemeinsam können wir was erreichen!“

 

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