16. internationales Pfingstjugendtreffen bei strahlendem Sonnenschein

Das Pfingstjugendtreffen hat eine lange Tradition. Das Anliegen dieses Festivals ist vor allem, der Jugend eine Perspektive zu vermitteln.
Das Pfingstjugendtreffen hat eine lange Tradition. Das Anliegen dieses Festivals ist vor allem, der Jugend eine Perspektive zu vermitteln.

Der Koordinierungsausschuss zieht eine durchweg positive Bilanz: „Wir haben ein tolles Wochenende erlebt mit einer einmaligen solidarischen Atmosphäre. Die Zukunft der Jugend stand bei all dem im Mittelpunkt unseres selbstorganisierten Festivals. Es war ein Forum in dem diskutiert wurde, wie dieser Kampf um die Zukunft der Jugend aussehen muss, was er umfasst, was die Fragen und Wünsche der Jugendlichen sind. Und es war ein tolles Fest für die ganze Familie, mit Kinderaktivitäten, Sport, Kultur, usw.“ fasst Gitta Wester zusammen.

Die Zukunftsdemonstration durch die Essener Innenstadt mit ca. 2.500 Teilnehmern war ein gelungener Auftakt. Die Jugendlichen machten ihre Forderungen nach Stilllegung der Atomkraftwerke, Rettung der Umwelt, richtigen Ausbildungsplätzen usw. lautstark bekannt.

Auf der Trabrennbahn herrschte zwei Tage lang reges Treiben. Viele Workshops von Zumba bis Kampfsport, Diskussionsveranstaltungen von NSU-Skandal über „Stop Sexismus im Alltag“ bis zum Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel-Bochum. IViele Familien, Jugendliche und Gruppen informierten sich an den vielen Ständen der unterschiedlichsten Organisationen und Vereine. Es wurden zahllose deutsche und internationale Köstlichkeiten verzehrt.

Das Festival war umweltbewusst. Im Hotspot zur Umwelt informierten verschiedene Organisationen und Firmen über ihren Beitrag zur Rettung der Umwelt, Transparente wurden gemalt, für den Aufbau einer Umweltgewerkschaft geworben, vegane Power-Shakes genossen, usw. Am Sonntag morgen besuchten 850 Teilnehmer die Jugendbildungsveranstaltung „Die Bedeutung der Umweltfrage für die internationale sozialistische Revolution“ mit Stefan Engel von der MLPD. Für den heutigen Montag wurde zur Strategiekonferenz zur Umwelt nach Schwerte eingeladen.

Der internationale Charakter des Festivals war prägend. Am Sonntag Abend präsentierten sich die internationalen Teilnehmer aus Argentinien, Haiti, Ungarn, Philippinen, Niederlande, Sudan, Tunesien und der Schweiz auf der Bühne. Große Gruppen von Migrantenverbänden waren aktive Träger des gesamten Festivals und gestalteten das Wochenende mit.

Im Fußballturnier maßen sich 25 Mannschaften. Die Spiele waren getreu dem Motto „Freundschaft im Wettkampf“ sehr fair und der Siegerpokal in der Altersgruppe 19-24 Jahre ging an die Mannschaft des Kurdischen Vereins aus Essen. Die „Spiele ohne Grenzen“ waren wieder eine große Gaudi für alt und jung. 275 Jugendliche und Kinder traten in 5 verschiedenen Spielen wie Seifenrutschbahn, Bierkastenrennen und Tausendfüßlerlauf gegeneinander an – es gewann die gemischte Mannschaft „Elsa-Bavaria“.

Abends wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Samstag Abend u.a. mit der begeisternden Deutschlandpremiere der italienischen Band Nuju aus Bologna. Den Songcontest „Songs for our future – rettet die Umwelt“ gewann die Wuppertaler Band The Boom mit ihrem Lied „Widerstand“. Am Sonntag lockten Gehörwäsche aus Köln und Adama&Kids and the Sunshine Reggae mehrere Hundert Tanzbegeisterte vor die Bühne.

Am Ende waren sich viele einig: So eine freundschaftliche Atmosphäre wollen sie wieder erleben und selbst mitgestalten. Nach dem Pfingstjugendtreffen 2013 ist vor dem Pfingstjugendtreffen 2015. Dazu laden wir schon jetzt herzlich ein!

Weitere Infos unter:

2017  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern