In der heutigen Zeit stellt sich zunehmend die Frage, welche Perspektive es in dieser Gesellschaft für die heranwachsende Generation gibt. Spielplätze, Sportstätten und Schulen werden geschlossen, Vereinskosten sind für viele nicht mehr tragbar. Dazu gibt es einen Mangel an Ausbildungsplätzen und diejenigen, die einen ergattern, werden oftmals nicht nach der Ausbildung übernommen.

Auch die Familien kommen an ihre Grenzen mit der Erziehung durch hohe Arbeitsbelastungen und niedrigem Einkommen.

Grund genug für AUF Witten, sich diesem Thema anzunehmen, denn es stellt sich die Frage, was wir den kommenden Generationen hinterlassen wollen und ob die Hinterlassenschaften überhaupt tragbar für die Jugend sind.

Protest gegen die Kündigung des Vereinskontos durch die Commerzbank

Presseerklärung des „Verein Rebellisches Musikfestival e.V.“

Am 31.10. ging von der Commerzbank die Kündigung des Girokontos des Vereins ohne jede Angabe von Gründen ein, das vorläufig als Privatkonto unter dem Namen des Vorsitzenden des Vereins Gottfried Schweitzer geführt wurde. Es wurde ausschließlich für Einnahmen und Ausgaben des Rebellischen Musikfestivals verwendet. Das Konto wurde auch auf der Homepage des Festivals genannt. Das ist ein weiterer Angriff auf das so erfolgreiche Rebellische Musikfestival und ein Versuch, seine Organisation/Logistik zu behindern. G. Schweitzer forderte in einem sofortigen Protestbrief die Rücknahme der Kündigung und schrieb: "Wie Sie genau wissen, habe ich dieses Privatkonto ausschließlich für Zahlungen des Rebellischen Musikfestivals benutzt. Ich protestiere deshalb energisch dagegen, dass Sie offensichtlich allein aus politischen Gründen das Konto kündigen wollen. Das Festival ist ein Festival der Jugend, es ist antifaschistisch, international und umweltkämpferisch. Es ist drogenfrei und offen für eine gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus. Sind das die Gründe, das Festival zu unterdrücken?"

Schon an Pfingsten 2018 hatte der damalige Polizeipräsident Löther im Auftrag des Bundesinnenministeriums versucht, das Rebellische Musikfestival in Truckenthal / Thüringen zu verbieten und Bands und Besucher des Festivals mit zwei Hundertschaften Polizei einzuschüchtern. Stefan Engel, Gottfried Schweitzer und drei weitere wurden von Herrn Löther als "Gefährder" eingestuft. Der Vorwand dafür war das Auftreten der türkischen linken Band „Grup Yorum“ auf dem Festival. Es gab sofort breite Proteste und zahlreiche Solidaritätserklärungen aus dem In- und Ausland, auch von vielen Bands. Noch vor Beginn des Festivals musste sich Löther zurück ziehen. Auch das Verwaltungsgericht Meiningen stellte klar, dass „Grup Yorum“ keinesfalls verboten ist; sie trat sieg- und erfolgreich auf dem Festival auf.Der Stachel dieser Niederlage sitzt tief. Deshalb wohl hat jemand noch nicht bekanntes die Commerzbank veranlasst, das Konto zu kündigen. Wanja Lange vom Vorstand des Vereins erklärte: „Bundesweit erstarkt eine engagierte rebellische Kultur. In vielen Städten veranstalten Bands internationalistische Soli-Konzerte für Flüchtlinge, gegen Rassismus und Faschismus, zum Schutz der Umwelt, für eine revolutionäre Perspektive und vieles mehr. Das Rebellische Musikfestival greift diese Initiativen auf. Der überparteiliche Verein mit seinen bundesweiten Unterstützern ist übrigens schon dabei, das nächste Festival 2020 intensiv vorzubereiten!“

 

Für den Vorstand: Wanja Lange, Frankfurter Str. 225, 35398 Gießen

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Feiern mit Perspektive

Nach der gelungenen Premiere findet 2016 das 2. Rebellische Musikfestival im Thüringer Wald statt.

Erlebe ein Wochenende voll rebellischer und revolutionärer Musik - von Ska, Punkrock, Hip-Hop über Elektro bis hin zu Rhythmen aus Kurdistan, dem "arabischen Frühling" oder Lateinamerika.

Dieses Festival bezieht Position: Für internationale Solidarität - keinen Fußbreit den rechten Brandstiftern!

Es steht im Zeichen der Rebellion gegen die Flüchtlingspolitik der EU und Merkels Heuchelei. Es ist ein Festival der Rebellion gegen Ausbeutung, Unterdrückung und ungerechte Kriege, für die Rettung der Umwelt und Arbeitsplätze.

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Jugendpolitik in der Krise

Für Ulrich Wagner stellt sich die Frage, was hier eigentlich gespart wird.
Für Ulrich Wagner stellt sich die Frage, was hier eigentlich gespart wird.

Womöglich ist es das wohl nervigste Wort des Jahrhunderts: Sparen! Wenn es von den Politikern heißt, "wir" müssen sparen, meinen sie damit, dass sie uns noch mehr wegnehmen wollen. Kinder und Jugendliche trifft das meist mit besonderer Härte.

Die bisherige Sparpolitik im Jugendbereich ist gescheitert, weil sie an der Zerrüttung der Familien als Folge der Arbeits- und Sozialpolitik nichts ändert.

In den 90er Jahren wurden Gelder bei der ambulanten Kinderbetreuung eingespart, was die Kosten auf die erheblich höheren Aufwendungen für Heim- und Pflegefamilien-Unterbringung verlagerte. Auch deswegen sind erhebliche Mehrkosten für die Stadt Witten entstanden. Alleine für die Heimunterbringung sind diese um gut 5 Mio. Euro seit 2005 gestiegen auf zuletzt 6,3 Mio. Euro. Aber auch die Kosten für die ambulanten Hilfen sind seit 2009 um 1,5 Mio. Euro gestiegen, weil immer mehr Eltern und Alleinerziehende in Schwierigkeiten geraten.

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2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern