Leserbrief zum Bericht vom 6.12.16 "Baumschutz kommt auf den Prüfstand"

Wir haben folgenden Leserbrief von Andreas Bremer erhalten, der in der WAZ nur gekürzt abgedruckt wurde. Wir wollen Ihnen die ungekürzte Fassung nicht vorenthalten:

Die Stadtverwaltung hat also beschlossen, die geltende Baumschutzsatzung zu lockern.
Da liest man was von: Koalition hat sich "stark gemacht" etliche Baumarten aus Baumschutzsatzung herauszunehmen,und diese somit zur Fällung freizugeben.
Zudem hat sich wittens "oberster Baumschützer", Kämmerer Matthias Kleinschmidt dafür ausgesprochen, lange nicht mehr jede Baumart schützen zu wollen. Ist er mit seinem Job als Kämmerer nicht ausgelastet genug? Als Vorsitzender des Grünflächenamtes erscheint er mir somit als klassische Fehlbesetzung.
Nachdem die Stadt vor einem Jahr in einer Nacht und Nebelaktion die von wittener Bürgern sehr geschätzten Grillplätze "zurückgebaut" hat; jetzt gerade damit begann, (1 Monat früher als ursprünglich angekündigt) die 3 Teiche zu vernichten,(was den Menschen als "Renaturierung" verkauft werden soll) - jetzt also die lockerung der Baumschutzsatzung.
Da kann ich mich der Meinung von Helmut Geisler nur anschließen, der eine ungelockerte Baumschutzsatzung nach wie vor für dringend notwendig hält!
In den letzten Jahren wurde in Witten sowieso schon an jeder Ecke gefällt - langsam reichts!

Andreas Bremer, Witten

Luftreinhalteplan verdient nicht den Namen den er trägt

Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten
Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten

Das Feinstaubproblem wird bewusst verharmlost!

Am 17.10.2016 wurde der „Luftrein­halteplan 2016“ als Entwurf zur Öffentlichkeitsbeteiligung veröffentlicht. Nach erster Sichtung ziehe ich folgende Kurzbilanz:

  1. Es wird nur die Stickstoffdioxidbelastung betrachtet (NO₂), Feinstäube wie PM₁₀oder gar PM2,5 hingegen nicht! PM ist ein Durchschnittsmaß für die Partikelgröße von Feinstaub, der lungengängig ist, also bis in die Lungenbläschen gelangen kann. Hierfür gibt es Grenzwerte, die aber, wenn überhaupt nicht gemessen wird, auch nicht eingehalten werden müssen.
  2. Richtigerweise wird darauf hingewiesen, dass bei erhöhter Stickstoffdioxid-Konzentration neben einer Zunahme von Bronchitis- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch die Sterblichkeit in der Bevölkerung zunimmt.
  3. Die einzige aktuelle NO₂Messstelle in Witten (an der Ruhrstr.) ist nur mit einem Passivsammler bestückt, der monatliche Werte liefert,aus denen der Jahresmittelwert gebildet wird. Stündliche Belastungsspitzen, wie sie mit einem kontinuierlichen NOₓ-Analysator gewonnen werden könnten, werden nicht ermittelt. Dafür gibt es auch EU-Grenzwerte, die für Witten noch bedenklicher ausfallen dürften als die bisher ermittelten pauschalen Jahresüberschreitungen.

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Umweltbündnis für Witten

Das AUF-Team an einem InfostandLiebe Leserinnen und Leser,

zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser Zeitung am 31.10. hat die alljährliche UN Weltklimakonferenz noch nicht einmal begonnen. Wenn Sie diese Zeilen lesen, hat sie wohl schon vom 7. – 18. November 2016 in Marrakesch/Marokko stattgefunden.

Ohne also die konkreten Ergebnisse der Konferenz zu kennen, gehen wir dennoch davon aus, dass es auch dieses Jahr nur heiße Luft geben wird, wohingegen die Hauptklimasünder die Konferenz als Riesenerfolg bejubeln werden.

Warum sind wir uns da so sicher? Weil es seit der ersten Weltklimakonferenz 1995 bis heute ganz offensichtlich die Strategie vor allem der entwickelten Industriestaaten war, der Weltbevölkerung Sand in die Augen zu streuen, die Umweltbewegung hinzuhalten und vom konsequenten Kampf abzuhalten.

Aktuellstes Beispiel ist das Abkommen von 2015, das auf der Klimakonferenz in Paris geschlossen und sogar als Jahrhundertvertrag gefeiert wurde.

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Das Ende der blauen Plakette

Meiner Meinung sollte der Staat im Interesse des Volkes eine Anlage nach §227 StGB (Körperverletzung mit Todesfolge in mehreren Fällen) erheben. Diese wäre zu richten gegen die aus Geldgier handelnden Automobilvorstände, die wissentlich Abgaswerte manipulierten, um preiswert Zulassungen für ihre Produkte zu erhalten und die aus Pöstchengier handelnden Politiker, wie den Bundesverkehrsminister, die weiterhin diese Dieseldrecksschleudern (Feinstaub + NOx) fahren lassen. Schließlich lautet es im Amtseid, den sowohl der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin und auch die Bundesminister ablegen, wie folgt: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Wolfgang Seidel

Anmerkung von AUF Witten vom 20.8.2016:
Herr Seidel hat den Leserbrief am 11.8. an das WAZ Meinungsforum verschickt, eine Woche später erneut. Bisher gibt es keine Antwort seitens der Redaktion. Sollen hier kritische Stimmen totgeschwiegen werden? Wenn Sie ähnlich Erfahrungen haben, dann schreiben Sie uns an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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