Grotenbach: eine unendliche Geschichte!

Gullis am Grotenbach unter Druck bei Starkregen
Gullis am Grotenbach unter Druck bei Starkregen

Wieder einmal war der Grotenbach und der Witten-Annen-Kanal mit Abwässern der Chemiefirma Evonik im Juni 2013 übergelaufen.

Der Verursacher war zwar Starkregen, aber auch jahrelanger verfehlter Umweltschutz durch das Umweltamt und die Bezirksregierung Arnsberg. Die Bezirksregierung hat immer wieder einer Erweiterung des Einlasses von Evonik in den Kanal zugestimmt.

Vor Jahren wurden schon Wasserproben von AUF Witten genommen, wobei herauskam, dass fragwürdige Belastungen des Wassers vorliegen, was aber zu diesem Zeitpunkt niemanden, auch die Presse nicht, interessiert hat.

Es ist aber auch ein Skandal, dass diese öffentlich gemachten Hinweise ignoriert wurden.

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Leserbrief zum Artikel in der WAZ Witten: "Grüne fragen nach Belastung durch DEW"

Leider vergaßen die Grünen zu erwähnen, dass sie erst durch meine wiederholten schriftlichen Anfragen im Juni 2017 durch mich auf ihre Untätigkeit hingewiesen worden sind. Jetzt nach der Wahl und einer meiner Meinung nach 10-jährigen fahrlässigen Untätigkeit bezüglich Umwelt und Schutz der Gesundheit unserer Bevölkerung, kommen sie hinter dem Ofen hervor. Meine Bereitschaft Informationsmaterial vorzustellen, bezüglich aktueller, ständiger Grenzwertüberschreitungen der DEW, insbesondere im Bereich Staubniederschläge von Nickel, die rund um das Werk durch die LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen) gemessen werden, sowie Wichtung und Beobachtung der mir bereits vorliegenden Messergebnisse der Umweltstation am Saalbau wurden seit Juli 2017 nicht von den Grünen wahrgenommen.

Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten

Bessere Luft für Witten! Aber wie?

Witten mit seinem Stahlwerk mitten drin kann die seit Jahren bekannten Probleme der Luftqualität nur lösen, wenn der äußerst gefährliche Mix aus industriellem Feinstaub und verkehrsbedingten Emissionen berücksichtigt wird. Das aber ignorieren sowohl die Bezirksregierung Arnsberg als auch die Stadt Witten in ihrem sog. Luftreinhalteplan: die Emissionen des Edelstahlwerks werden willkürlich auf einen Anteil von drei (!) Prozent herunter gerechnet, industrieller Feinstaub gilt so als vernachlässigbar! Gastautor Wolfgang Seidel untersucht kritisch, wie sowohl die Verwaltung der Edelstahlwerke (DEW) wie auch die Verwaltung der Stadt Witten damit umgehen (d. Red.).

„Umweltschutz“ bei DEW

Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten, bleibt im Kampf gegen den Feinstaub und der Vertuschung von der Stadt Witten und LANUV hartnäckig
Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten, bleibt im Kampf gegen den Feinstaub und der Vertuschung von der Stadt Witten und LANUV hartnäckig

Die Deutschen Edelstahlwerke gehören zur Schmolz + Bickenbach-Gruppe.

Am 19.06.2017 hatte ich Herrn Heumann (Umweltbeauftragter der DEW) angeschrieben zum Thema „umfassender Nachhaltigkeitsbericht“. Da ich leider von ihm keine Antwort erhielt, wandte ich mich an Frau Antje Gräb (Abt.-Ltr. Umwelt- und Klimaschutz).

„Wann ist eigentlich mit dem angekündigten umfassenden Nachhaltigkeitsbericht 2017 zu rechnen? Im letzten Bericht von 2016 hieß es ja: "Von Seiten des Unternehmens wurde festgelegt, dass zukünftig ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht jeweils nur noch alle 3 Jahre veröffentlicht wird. Der nächste Nachhaltigkeitsbericht der Deutsche Edelstahlwerke GmbH wird also 2017 erscheinen."

Auch hier keine Antwort. Erst auf telefonische Nachfrage wurde ich an die Schmolz + Bickenbach AG mit Sitz in Luzern/ Schweiz verwiesen, die dann auch antwortete:

„Für das Jahr 2016 gibt es nur den Kurzbericht. Nachdem wir zukünftig den Themenbereich Nachhaltigkeit/Corporate So­cial Responsibility für die gesamte Schmolz+Bickenbach Gruppe (in der DEW inkludiert ist) berichten werden, wird kein langer Nachhaltigkeitsbericht von DEW mehr erscheinen. Die Informationen zu DEW werden dann in diesem Bericht (ab Frühjahr 2018 für das Geschäftsjahr 2017) erscheinen.“

Im erwähnten Kurzbericht wird das Thema Umwelt als Rubrik Risikomanagement abgehandelt:

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Sachlich korrekte Wiedergabe gefordert

Sehr geehrter Herr Augstein,

in der heutigen Lokalausgabe der WAZ wird das überparteiliche Personenwahlbündnis AUF Witten als "linksextremes Personenwahlbündnis" gekennzeichnet. Das widerspricht den Minimalanforderungen an journalistische Standards.

Von der Wiedergabe einer Pressemitteilung kann man zurecht erwarten, dass sie sachlich korrekt ist.

Keinesfalls hat sie die Aufgabe, Kommentare oder Einschätzungen der Redaktion wiederzugeben.

Selbstverständlich steht es Ihnen als Redaktion frei, sich zum Charakter von AUF Witten in einem Artikel zu äußern.

Da wären wir gespannt darauf, zu erfahren, welche Beweise Sie für die Kennzeichnung als  "linksextrem" vorbringen könnten, zumal schon die Kombination von linksextrem und Personenwahlbündnis ein Widerspruch in sich ist.

Weshalb immer wieder diese Diskussion mit Ihrer Redaktion geführt werden muss, ist schwer nachzuvollziehen. Denn Gelegenheit und Möglichkeiten, sich von unserem überparteilichen Charakter zu überzeugen, gab und gibt es reichlich.

Zum Schluss hätten wir auch die Bitte, künftig unseren Namen so zu bringen, wie wir es selbst schreiben, nämlich AUF Witten.

Bei anderen Parteien und Organisationen bringen sie die Abkürzungsbuchstaben wie selbstverständlich in Groß, warum nicht auch bei uns?

AUF steht für Alternativ, Unabhängig, Fortschrittlich und hat einen entsprechenden Wiedererkennungswert.

 

mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Romeo Frey - Sprecher im Vorstand von AUF Witten

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2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern