Ruhrgebiet-Trinkwasser durch Zechengiftmüll gefährdet!

Text auf dem Plakat: Umweltgerechte Entsorgung aller unter Tage eingelagerten Giftstoffe - auf Kosten der Verursacher!Im Bundestagswahlkampf wurden zahlreiche gesellschaftlich wichtige Themen gezielt aus den Medien herausgehalten. Eines dieser Themen ist die Zechenflutung durch die RAG.

Die Bewegung Kumpel für AUFdeckte zusammen mit dem Bergmann Christian Linkvor mehreren Jahren auf, dass in den Zechen 1,6 Millionen Tonnen Abfälle, davon 578.000 Tonnen hochgiftig, mit Billigung der rot-grünen Landesregierungeingelagert wurden.

Christian Link wurde daraufhin von der RAG mit einem Anfahrverbot belegt.

Obwohl ihm keine Unwahrheiten nachgewiesen werden konnten, wurde die Maßregelung bis heute weder zurückgenommen, noch gab es eine Entschuldigung.

Die RAG behauptet weiterhin, der Giftmüll sei „sicher eingeschlossen“ und im Grubenwasser nicht nachzuweisen. Kein Wunder, wenn keine Messungen durchgeführt oder die Messmethoden unzureichend sind.

Das Grubenwasser ist extrem salzhaltig, was zur Lösung des Giftmülls bei Flutung führt. Dass sich Wasser bekanntermaßen nicht an irgendwelche Trinkwasserschutzgebiete hält, sollte sich von selbst erklären. Damit hätten allein in NRW 18 Millionen Menschen keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser mehr.

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Aktuelle Information zur Pressekonferenz vom 10.08.2017:

Ruhrkohle AG wird auf Unterlassung der Trinkwasservergiftung und Flutung der Zechen verklagt

AUF Witten unterstützt die Klage von ganzem Herzen. Wir beteiligen uns hieran mit einer Spende von 250 Euro. Die Verbrechen der RAG geht das gesamte Ruhrgebiet etwas an. Nachfolgend die aktuelle Pressemitteilung der Bürgerversammlung zum Thema.

Am 8. August wurde beim Landgericht Bochum Klage erhoben gegen die von der Ruhrkohle AG (RAG) betriebene Flutung der Zechen im Ruhrgebiet. Im Auftrag einer Marler Bürgerversammlung klagt der in Wasserchemie bewanderte Jürgen Pfeiffer. Vertreten wird die Klage durch die Rechtsanwaltskanzlei Kuhlmann in Dortmund. Die RAG soll dazu verurteilt werden „alle Maßnahmen zu unterlassen, die dazu führen, dass PCB (= polychlorierte Biphenyle) oder andere untertägig befindliche Giftstoffe“ nach über Tage und in den Trinkwasserkreislauf gelangen.

Die zur Kosteneinsparung geplante Einstellung der untertägigen Wasserhaltung (Pumpen), auf der Marler Zeche Auguste Victoria in gegenwärtig noch 1.100 m Tiefe, beschwört das mutwillig herauf. Die Klageschrift bringt detaillierte Beweise, dass im gegenwärtig noch trocken liegenden Grubengebäude auf der Zeche Haus Aden zwischen 1.500 und 2.100 Tonnen PCB verblieben sind sowie auf Auguste Victoria mindestens 6.395 Tonnen Giftmüll eingelagert wurden. Das Ultragift PCB ist auch in kleinsten Mengen gesundheitsschädlich und erzeugt Krebs.

Würde das Bergwerk vollends geflutet, gelangen diese Stoffe ins Grubenwasser, das sich in den oberen Schichten mit Grundwasser vermischt und so das Trinkwasser verseucht. Würde es nach der RAG gehen, dann wäre Auguste Victoria längst geflutet. Es ist allein der öffentlichen Kritik und Protesten zu verdanken, dass dies bis heute verhindert werden konnte. Namentlich „Kumpel für AUF“ und weiteren Kräften der kämpferischen Bergarbeiterbewegung, die dieses Umweltverbrechen ans Licht der Öffentlichkeit gebracht haben. Die Marler Bürgerversammlung gegen Verfüllung und Flutung von Auguste Victoria setzt weiter auf die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger sowie der kritischen Öffentlichkeit.

Bei Interesse wird eine Kopie der Klageschrift gerne zur Verfügung gestellt. Ebenso können Interviews mit dem Kläger oder Rechtsanwalt Kuhlmann vermittelt werden. Auch auf der Website www.kanzlei-kuhlmann.de finden sich zusätzliche Informationen in dieser Sache.

Leserbrief zu Feinstaub-Artikeln vom 11.01.2017 (WAZ)

Für den Leser beider Artikel „Land nimmt Feinstaub ins Visier“ und „DEW: Wir investieren Millionen in die Umwelt“ ergibt sich der Eindruck, dass sich alle verantwortlichen Stellen kümmern und dass Probleme zügig gelöst werden.

Auf den Gedanken, kritisch zu hinterfragen oder gar selbst aktiv zu werden, soll man wohl nicht kommen. Obwohl es seit Jahrzehnten immer wieder Initiativen Wittener Umweltbewegter gegen die Luftverschmutzung insbesondere durch das Edelstahlwerk gibt. Auch das überparteiliche Personenwahlbündnis AUF Witten hat das seit seiner Gründung im Jahr 2003 immer wieder zum Thema gemacht. Das beweist unser ausführliches Umweltarchiv unter www.auf-witten.de.

Doch weder Politik noch Aufsichtsbehörden haben die angeklagten Gesundheitsgefährdungen bisher ernst genommen. Maßnahmen, wenn überhaupt, dienten immer nur der Beschwichtigung oder wurden so angeordnet, dass industrielle Emittenten aus der Schusslinie genommen und der Individualverkehr zum Sündenbock gemacht werden.

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Leserbrief zum Bericht vom 6.12.16 "Baumschutz kommt auf den Prüfstand"

Wir haben folgenden Leserbrief von Andreas Bremer erhalten, der in der WAZ nur gekürzt abgedruckt wurde. Wir wollen Ihnen die ungekürzte Fassung nicht vorenthalten:

Die Stadtverwaltung hat also beschlossen, die geltende Baumschutzsatzung zu lockern.
Da liest man was von: Koalition hat sich "stark gemacht" etliche Baumarten aus Baumschutzsatzung herauszunehmen,und diese somit zur Fällung freizugeben.
Zudem hat sich wittens "oberster Baumschützer", Kämmerer Matthias Kleinschmidt dafür ausgesprochen, lange nicht mehr jede Baumart schützen zu wollen. Ist er mit seinem Job als Kämmerer nicht ausgelastet genug? Als Vorsitzender des Grünflächenamtes erscheint er mir somit als klassische Fehlbesetzung.
Nachdem die Stadt vor einem Jahr in einer Nacht und Nebelaktion die von wittener Bürgern sehr geschätzten Grillplätze "zurückgebaut" hat; jetzt gerade damit begann, (1 Monat früher als ursprünglich angekündigt) die 3 Teiche zu vernichten,(was den Menschen als "Renaturierung" verkauft werden soll) - jetzt also die lockerung der Baumschutzsatzung.
Da kann ich mich der Meinung von Helmut Geisler nur anschließen, der eine ungelockerte Baumschutzsatzung nach wie vor für dringend notwendig hält!
In den letzten Jahren wurde in Witten sowieso schon an jeder Ecke gefällt - langsam reichts!

Andreas Bremer, Witten

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